senza confini

Meinungen | opinioni

"Auf den ersten Blick betrachtet ein kleinräumiges straßenbautechnisches Problem auf italienischer Seite, ist nun klar, dass es sich um eine staatenübergreifende Katastrophe von europäischer Dimension handelt. In verkehrstechnischer, sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht."

"A prima vista sembra un problema di edilizia stradale su piccola scala sul versante italiano, ma è ormai chiaro che si tratta di un disastro transnazionale di dimensioni europee. In termini di trasporti, sociali, culturali ed economici."





Ivonne Maier

Ivonne Maier

"Wo ein Wille, da ein Weg" - Unter diesem Lebensmotto kann oft Unvorstellbares wahr werden. Diese Straßenverbindung ist für die verbindenden Randregionen eine Haupt-Lebensader mit der nicht nur wirtschaftliche sondern auch freundschaftliche und familiäre Verbundenheit gepflegt wurde.

Die Grenzen sind offen und unsere Herzen sind nach jahrzehntelanger Aufbauarbeit nach den Kriegswirren durch gemeinsame Anstrengung beiderseits miteinander verbunden. Auch erfolgte täglich wirtschaftlicher und touristischer Austausch. Länderübergreifende Arbeitsplätze sind gekappt. Die Steine versperren nicht nur die Straße sondern liegen auch schwer auf unseren Gemütern.

Noch nie haben wir uns von unserem Heimatland so alleine gelassen gefühlt. Weiterhin vertrauen wir aber auf die treibende Kraft der Gemeinschaft und den Willen eine zukunftsorientierte Lösung zu finden.
TISCHLEREI ZIMMEREI MAIER
AT 9640 Kötschach-Mauthen, Kötschach 46
www.holz-bau-maier.com


Arbeitgeber in der Region 14+ Mitarbeiter*innen
Jürgen Mandl, WKK/Helge Bauer

Jürgen Mandl

Für das Gailtal, das obere Drautal und Osttirol ist es eine Hiobsbotschaft. Der Plöckenpass wird bis Jahresende unbefahrbar sein. Mit der Straßensanierung soll frühestens Ende August begonnen werden. Die Sperre dieser wichtigen Lebensader ist sowohl für die Bevölkerung als auch die Wirtschaft ein Einschnitt in allen Bereichen des Alltags

Für die Betriebe in Oberkärnten und Osttirol entstehen durch die fehlende Verbindung lange Umwege. Das verursacht nicht nur Kosten, auch wertvolle Aufträge aus dem benachbarten Italien gehen verloren. Der Tourismus rechnet zudem mit Einbußen, weil Gäste ausbleiben werden. Die Wirtschaftskammer setzt sich seit Monaten bei der Politik beiderseits der Grenze für eine möglichst rasche Straßensanierung, langfristig sogar für eine Tunnellösung ein, die für den Wirtschaftsstandort eine starke Zukunftsperspektive darstellt. Wünschenswert wäre eine bessere politische Kommunikation auf beiden Seiten, um vielleicht doch schneller etwas zu bewegen. Je länger zugewartet wird, desto größer wird der Schaden sein. Deshalb ist eine entsprechende Überbrückungshilfe für die betroffenen Betriebe aus meiner Sicht unverzichtbar.
Jürgen Mandl, MBA
Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten
www.wkk.or.at
Andreas Mühlsteiger

Andreas Mühlsteiger

Eine funktionierende Infrastruktur ist wichtig für eine Region. Schon im Dezember 2016 wurde das Obere Gailtal von einer wichtigen Verkehrsinfrastruktur abgeschnitten! Mit der Einstellung der Gailtalbahn wurde die Erreichbarkeit der Region für Pendler, Touristen und die Wirtschaft erschwert. Um so schlimmer, dass nun auch die Verbindung über den Plöckenpass nach Italien nicht mehr gegeben ist. Daher ist eine rasche Instandsetzung dringend notwendig!

Neben der Instandsetzung der bestehenden Straße sollte auch weiter über nachhaltige Lösungen für die Zukunft gedacht werden, wie zum Beispiel die verschiedenen Varianten von Straßentunnel. Aber auch eine Bahnlinie über die Verkehrsroute Felbertauern – Plöcken muss betrachtet werden und würde Oberkärnten und Osttirol stärken.
Dipl.-Ing. Andrea Mühlsteiger, BSc.
Obmann Verein Gailtalbahn
Experte für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur
Fahrzeugtechniker bei ÖBB Technische Services

Tel.: 0664 1617277
obmann@gailtalbahn.at
www.gailtalbahn.at
Alexander Seiwald

Alexander Seiwald

Karnische Region: Wirtschafts- und Kulturraum (ohne?) Grenzen

Eine seit Jahrtausenden und bis in die Gegenwart stark frequentierte Verkehrsverbindung ist seit mittlerweile über fünf Monaten gesperrt. Ein Armutszeugnis für die politischen Entscheidungsträger dies- und jenseits der Staatsgrenze.

Dabei ist ein funktionierendes Straßennetz und im Speziellen die Verbindung über den Plöckenpass nach Süden eine unabdingbare Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg, Wohlstand und zukünftige Entwicklungen in der Region.

Es sollte langsam bewusst werden, dass diese Schließung Auswirkungen auf die gesamte Region Osttirol / Oberkärnten und Norditalien hat. Wir sprechen über eine Verkehrsverbindung, über welche in Spitzentagen über 5000 Fahrzeuge täglich verkehren. Frequenz, welche jetzt wirtschaftlich spürbar fehlt. Betriebe in unserer Region werden heuer Umsatzverluste in zweistelliger Millionenhöhe erleiden. Es scheint, dass diese Problematik und Ihre zukünftigen Auswirkungen von einigen Entscheidungsträgern nicht im vollen Ausmaß verstanden werden können bzw. wollen. Wird die ländliche Region generell mittlerweile so benachteiligt? In der Nähe von Ballungszentren wäre diese Verkehrsproblem schon seit Monaten behoben worden!

Wir haben nicht den Luxus, uns politisches Geplänkel und Zeitverschwendung leisten zu können. Die gesamte Region benötigt eine dauerhafte, sichere und mittlerweile auch zeitgemäße Verkehrsverbindung nach Süden mit überregionaler Bedeutung.

Die Öffnung des Plöckenpass muss zur Chefsache zwischen Rom und Wien erklärt werden. Wer sonst, als die Amtskollegen des Verkehrsministeriums in Wien und Rom könnten hier Bewegung ins Spiel bringen!
Alexander Seiwald
SEIWALD PLOZNER GMBH
9640 Kötschach-Mauthen, Mauthen 307
Mobil: +43 660 5086332
Matthäus Thurner

Matthäus Thurner

Jahrhundertchance für unsere Heimat! Es fängt mit der Wortwahl Tunnel an: 3,5km lange Tunnel sind so kurz, dass viele Probleme wegzustreichen sind. Solche Tunnel gibt es zu Hunderten in Österreich, die meistens haben gar keine Bezeichnung. Ich bin gestern vom Waldviertel über Freistadt nach Kötschach gefahren und habe mehrere Tunnel ohne Bezeichnung passiert. Die Probleme bei Tunnel fangen erst bei 5km Länge an. Beim Plöcken gibt es überhaupt keine andere Lösung, als sich für diesen kurzen Tunnel, der nur überschaubare Sicherheitsauflagen erfüllen muss, zu entscheiden. 

Die Nord- Süd Verbindung ist bereits seit vier Monaten gesperrt und es bedarf einer sofortigen Notstraße, die nicht ideal aber schnell befahrbar sein muss. In drei Jahren ist ein Kleintunnel (Scheiteltunnel) machbar. Nur diese Variante garantiert die ganzjährige Befahrbarkeit.

Die ganzjährige Befahrbarkeit ist für den Fortbestand der Infrastruktur (z.B. Aquarena, Tankstellen, Skilift und natürlich der gesamten Wirtschaft) Grundvoraussetzung.

Wir beschäftigen in unserem Betrieb 32 Personen und sind froh, dass wir über schweizerischen und österreichische Grenzübergänge täglich an die 20 Ladungen Holz über den jeweils kürzesten Weg an den Zielort transportieren können. Es gilt zu vermeiden, viele Millionen Euro in einen weiteren Ausbau einer Notstraße zu investieren, die dann aufgrund von Lawinen und Steinschlägen wieder gesperrt werden muss.

Wir hätten gerne eine Betriebsbesuch von den zuständigen Personen, die sich kommende Woche am Podium einfinden werden. Da ich in Italien zu tun habe, wird mein Vater beim Runden Tisch anwesend sein. Ein Betriebsbesuch wäre von uns sehr erwünscht.
GF HOLZ-THURNER
AT 9640 Kötschach-Mauthen, Kötschach 163
www.thu.at


Arbeitgeber in der Region 32+ Mitarbeiter*innen
Otmar Zankl, Jenig-Klagenfurt

Otmar Zankl

Wir Wirtschaftstreibenden im Gailtal fordern dringend, den Plöckenpass wieder passierbar zu machen. Diese Verbindung ist nicht nur für Kötschach-Mauthen, sondern für die gesamte Region von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung und spielt eine wichtige Rolle für den Tourismus, der unser ganzes Tal belebt.

Es ist inakzeptabel, dass die Straße weiterhin gesperrt bleibt, insbesondere angesichts der finanziellen Mittel, die in Krisensituationen üblicherweise verfügbar sind. Es ist höchste Zeit für den politischen Willen der Verantwortlichen und konkrete Maßnahmen, um eine Lösung herbeizuführen.

Randregionen wie die unsere dürfen nicht vernachlässigt werden. Im Gegenteil, sie müssen aktiv gefördert und gestärkt werden. Die Zeit für Diskussionen ist vorbei - es ist jetzt an der Zeit, Taten folgen zu lassen.
Landtechnik ZANKL GmbH
AT 9631 Jenig 7
AT 9020 Klagenfurt, Klatteweg 8
www.landtechnik-zankl.at


Arbeitgeber in der Region 40+ Mitarbeiter*innen

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the Lounge interactive design GmbH
AT 9640 Kötschach-Mauthen
info@ploeckenpass.at


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